Die Bezirkshauptmannschaft Scheibbs übermittelt Ihnen folgende Information zur Rauschbrandschutzimpfung 2024:

Es besteht keine gesetzliche Impfpflicht. Alle Rinder im Alter von über 4 Monaten sollen
jedoch gegen Rauschbrand geimpft werden, wenn sie

a) auf Hausweiden und Gemeinschaftsweiden gesömmert werden, welche in Gebieten liegen, die rauschbrandgefährdet sind oder
b) auf rauschbrandgefährliche Almen und Weiden verbracht werden, die sich in einem
anderen Verwaltungsbezirk oder in einem anderen Bundesland befinden.

Im Verwaltungsbezirk Scheibbs sind
das gesamte Gemeindegebiet der Gemeinden Gaming, Göstling/Ybbs, Gresten,
Gresten/Land, Lunz/See, Puchenstuben, Randegg, Reinsberg, Scheibbs,
St.Anton/J., St.Georgen/L. und Wang;

weiters die Gebiete der Katastralgemeinden Feichsen, Rogatsboden, Sölling und
Söllingerwald der Gemeinde Purgstall, sowie die Katastralgemeinde Lonitzberg der
Gemeinde Steinakirchen/F.
als “rauschbrandgefährliche Weideplätze” ausgewiesen.

Bei Viehverlusten wird vom Bund nur mehr eine Unterstützung gewährt, wenn eine
positive Befundung auf Rauschbrand (Clostridium chauvoei) durch die AGES Mödling
vorliegt und das Rind gegen Rauschbrand schutzgeimpft ist.
Bei Vorliegen von Pararauschbrand (Clostridium septicum, Clostridium spp.) erfolgt aber
keine Unterstützung!
Kosten: Die Rauschbrand-Schutzimpfung wird durch die kostenlose Beistellung des
Impfstoffes vom Land Niederösterreich gefördert.
Vom Tierbesitzer sind die Impfgebühren zu entrichten. Die Hofgebühr (inklusive Impfung
des 1. bis 4. Rindes) beträgt € 20,00. Ab dem 5. Rind werden je € 2,40 verrechnet.
Nachimpfungen:
Rinder, die auf besonders gefährliche Weideplätze verbracht werden bzw. noch
4 Monate nach erfolgter Rauschbrandschutzimpfung dort aufgetrieben sind, können auf
Wunsch der Tierbesitzer 4 Wochen nach der Erstimpfung nachgeimpft werden.
Die Gebühren für die Nachimpfungen sind gleich hoch wie für die Erstimpfung.
Auf den Erfassungslisten sind nachzuimpfende Rinder gesondert auszuweisen.
Um mit den Rauschbrandschutzimpfungen 2023 rechtzeitig beginnen zu können, muss
schon jetzt mit der Erfassung der landwirtschaftlichen Betriebe, welche ihre Rinder impfen
lassen wollen, begonnen werden.

Anmeldung der Tierzahl am Gemeindeamt bis 13.03.2024.